Mark Foy Trophy - ein Rückblick 15/06/2011
Noch voll in der Regeneration befindlich, findet sich jetzt Zeit für einen Rückblick. Die deutschen Teams waren mit 5 teilnehmenden Teams die zahlenmäßig stärkste Fraktion von 20 letztendlich startenden 18s. Dies hat sowohl Friedel als deutschem Klassenpräsi als auch mir als Europäischem Sekretär ein entsprechendes Gewicht im parallel tagenden Annual General Meeting (kurz AGM-Meeting) der World Class verliehen, doch dazu später. Die deutschen Teams haben kurze Highlights gehabt, ein 5. und ein 10. Platz, mehrere Topplatzierungen an der 1. Tonne wie 1. und 3. zeigen, dass auch wir vorn dabei sein können. Individuelle Fehler machen jedoch eine konstant gute Leistung immer wieder zunichte, es bedarf eben einer überdurchschnittlichen Leistung mit unterdurchschnittlich vielen Fehlern, um in diesem Feld vorn dabei zu sein. Die Leistungsdichte ist größer geworden und die Aussis haben wiederum aufgerüstet, so fahren nahezu alle die seit drei Jahren zugelassenen ca. 10 mm schmaleren Foils, jedoch ist mittlerweile bei Rigg- und Segelentwicklung ein Endpunkt erreicht, der weitere Quantensprünge unmöglich erscheinen lässt. Seit drei Jahren sind die Masten von einer Steifigkeit, die nicht mehr erhöhbar scheint, ausser durch mehr Material (und damit deutlich mehr Gewicht). Dies ist die gute Nachricht für One-Design-Fans, auch den Antrag auf Limitierung der Segelanzahl konnten wir abwenden, sodass der Gebrauchtmarkt an Segeln gefüllt bleibt. Die Deutschen hatten wieder einmal viel zu bauen, meinem Team Magic Marine brach zum 2.Mal in einem Monat das Vorstag , welches uns dazu bewogen hat, die Fock nach 5 Jahren wieder einzeln am Mast statt am Vorstag einzuhängen. Das RMW-System ist für uns damit erledigt, die Bruchlasten auf dem Vorstag übersteigen mit Riggspannung (450-700 kg) UND Focklast durch Winddruck, Böen und Schotzug anscheinend immer öfter die garantierten 1000kg Bruchlast beim 3mm Dyform-Draht. Das neue Rigg und eine Riesenriggspannung hat auch bei Team Remember the Days zu einer gebrochenen Oberwant und einem vorzeitigen Retirement from the Races geführt, auch Eurolink kämpfte so mit einigen Problemen, Gleitzeit mit einem gebrochenen Kicker und daraus lässt sich nur wieder die Regel ableiten: Thema Maintanance: wenn Du was siehst, was demnächst ausgetauscht werden müsste, tue es sofort, beim nächsten Segeln bricht es eh! (Murphies Law für 18s) Generell hat sich aber das gesamte Niveau erhöht und wir werden beim nächstjährigen Europäischen Grand Prix Neuerungen erleben: 2 Luvtonnen, wobei die Rookies, Pinheads und alten Schiffe um die 100 Meter leewärts liegende Tonne fahren müssen. d.h. wir werden engere Rennen und Zieleinläufe haben, den technisch benachteiligten Teams werden Chancen auf den Sieg eingeräumt, damit alle spannendere Rennen zusammen haben. Nur müssen diese Teams dann auch kommen. Aber das Wichtigste soll nicht unerwähnt bleiben:wie gesagt, Wasserstunden sind durch nichts anderes zu ersetzen als mehr Wasserstunden (altes Trainer-Sprichwort)! Abschliessend bleibt noch nachzutragen, dass "der alte Mann und das Meer" John Winning mit Team Yandoo nach 12 Rennen die Mark Foy Trophy gewonnen hat vor den neuen Europameistern von Pica um Jamie Steward aus UK, Glückwunsch für eine tolle Serie. Die Platzierungen der Deutschen: 13. Eurolink 16. Magic Marine 17.Remember the Days 19. Gleitzeit 20. 18ft Racing Bodensee 2 Comments ![]() Die vergangene Woche fand in San Francisco die mittlerweile doch etwas bekanntere „18 Skiff International Regatta“ statt. Besonders ist die Regatta in der Segelszene durch den starken Wind in San Francisco und das berüchtigte Bridge to Bridge Race bekannt geworden. Das Bridge to Bridge Race ist ein Rennen Downwind Rennen von der Golden Gate Bridge rein in die San Francisco Bay mit dem Ziel unter der Bay Bridge. In diesem Rennen segeln Windsurfer, Kitesurfer und 18 Skiffs gegeneinander, ein Start – alle los. Vor allem wenn der Strom gegen den Wind steht (so wie dieses Jahr) hat das Rennen ein bisschen was von einem Selbstmordkommando. Die Stecke ist 7,5 Meilen lang und wird in der Regel in 17-20 min gesegelt. Ich hatte dieses Jahr das Vergnügen mir das Spektakel live in San Francisco anzusehen und mir mal ein Bild von der Regatta zu machen. Immerhin höre ich bereits aus eigenen Reihen der Deutschen 18 footer Aussagen wie „nächstes Jahr sind wir auch dabei“. Hier kommt der „warm-up“ Bericht aus San Francisco! Nachdem ich nun seit etwas mehr als zwei Wochen hier bin, kann ich euch sagen, San Francisco ist IMMER windig und im Sommer deutlich kälter als erwartet. Die lokalen Skiff Segler, welche ich hier kennen gelernt habe, sind sich alle einig, dass sie das große Rig #1 mehr oder weniger die ganze Saison über auf dem Hänger bleibt. Es ist einfach IMMER zu groß. Eine Tatsache die wir uns als Deutsche Segler gar nicht vorstellen können :) ![]() Aber nun zur Regatta. Das erste Rennen fand Sonntagnachmittag um 14:30 Uhr an mit zwei Rennen täglich. Sonntag war der einzige Tag den ich auf dem Wasser mit den Skiffs verbracht habe. Besser gesagt, auf dem Fotographen-Motorboot. Die 15 kn. Wind aus dem offiziellen Regattabericht fühlten sich mit der kurzen Welle die sich aus 2,3 kn. Strömung gegen an aufbaute, jedoch nach deutlich mehr an. Wohlgemerkt, alle Teams mit dem kleinen Rig #2 unterwegs. Da der Wind immer aus der gleichen Richtung kommt, ist der Kurz quasi in die Bay genagelt. Naja, zumindest die Ziellinie ist fest vor dem Club verankert und gesegelt wird immer in die gleiche Richtung. Es ist immer wieder faszinierend den 18 Skiffs von außen zuzusehen. Der Speed mit dem die Schiffe nach vorne schießen ist einfach bemerkenswert. Gewonnen wurden die ersten beiden Rennen von John Winning Jr. aka. Herman, der sich über den ganzen Tag ein enges Duell mit seinem Vater geliefert hat. Coco tat sich den Tag über mit einer Kenterung ein bisschen schwer, war wohl der Vorabend der ihm zu schaffen gemach hat. ![]() Die nächsten beiden Tage war ich leider aus Zeitmangel nicht mehr am Wasser. Auf jeden Fall hat es nochmal deutlich aufgefrischt, so dass die Aktion voll im Gang war. Nach einer „kleinen“ Partynacht mit meinen Australischen Freunden am Dienstagabend folgte das berühmte Bridge to Bridge Rennen am Mittwochnachmittag. Es sollte ein spannendes Rennen werden, da die Kite Surfer zu ersten Mal keine separate (aus Sicherheitsgründen?!?) Startline hatten. Das reguläre Rennen vor dem Bridge to Bridge Race wurde auf Grund von zu viel Wind und Welle abgebrochen. Hier sprechen wir von 30 kn Wind mit einer Strömung von 3 kn gegen an. Wie man im Video von Rennen 7 sehen kann, hat es alle Top Teams in der ersten Halse nach dem Setzen des Spinnakers geschmissen. Das folgende Video des Bridge to Bridge Races in voller Länge aus dem Helikopter gefilmt ist es auf jeden Fall wert anzusehen. Mehr videos unter: http://racecam.blip.tv/posts?view=archive&nsfw=dc Ansonsten bleibt mit nur zu sagen, die Regatta ist der Hammer und für jeden leidenschaftlichen Skiff Segler eine Reise wert. Organisiert ein Container und schafft die Boot rüber für August 2011! Ich werde die Regatta definitiv mit segeln nächstes Jahr. Den Teams mit weniger Starkwinderfahrung würde ich jedoch eine etwas frühere Anreise zum Training empfehlen. Man kann sich hier sehr gut an den Wind ran tasten, da dieser Bay einwärts kontinuierlich abnimmt und das Wasser flach wird. Viele Grüße aus San Francisco Philipp Mark Foy Trophy in Carnac 05/02/2009
![]() Gewinner der Mark Foy Trophy 2009 ist der Brite Rob Greenhalgh. Nach zwei nochmals spannenden Renntagen bei extrem leichtem und stark wechselndem Wind ist der Brite Rob Greenhalgh verdienter Sieger schon ein Rennen vor Schluß geworden. Wir gratulieren ihm herzlich und erhoffen uns von dem Ausgang dieser Weltmeisterschaft, es waren ein Brite, ein Australier und ein Amerikaner stellvertretend für ihre Kontinente auf dem Treppchen einen weiteren Schub in Richtung Weltklasse. Erwartungsgemäß befanden sich unter den ersten 13 neben dem Amerikaner nur Australier und dahinter Briten, unterbrochen von dem einzigen dänischen Team auf Platz 11. Danach folgen zwei Neuseeländer, wir Deutschen haben mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Plätze 20 bis 22 belegt, wobei wir aus Deutscher Sicht weiter an die Welt rangekommen, aber eben nicht vorbeigekommen sind. Der hier beste Deutsche Friedel Renner mit seiner Crew Latsi und Tom zog am letzten Tag noch an Magic Marine vorbei. An dieser Stelle unsere ehrliche Gratulation an die Sieger, ihr ward einfach besser, aber die Deutschen Teams werden einfach mehr miteinander trainieren und racen müssen, um sich entscheidend zu verbessern. Am Material liegt es mit Sicherheit nicht. Der nächste Event kommt schon bald, Travemünde als zweiter Lauf der Deutschland Tour. Wir wollen mal sehen, wie es da aussieht. Die Ergebnisse der nach 11 Rennen: 1. Benny (Rob Greenhalgh GBR) 2. Slam (Grant Rollerson,AUS) 3. MacQuarie (Howie Hamlin, USA) 20.Ernst&Young/EuroLink (Eggersdorfer,Meissner,Renner) 21. Magic Marine (Lemmel,Berner,Peter) 22. Remember(Mannes,Hoefle,Hagenmeyer) |
German 18-foot Skiff League e.V.





















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