Der letzte Tag begann, wie die Flotte es langsam gewöhnt war: MIt Warten. Der Wetterbericht versprach leichte Winde, sehr leichte. Statt dessen baute sich jedoch die Seebrise auf und präsentierte binnen einer Stunde bestes Segelwetter, Sonne, 16 Knoten und eine kurze Welle von ungefähr einem halben Meter. Nahezu alle Teams waren früher als erwartet auf dem Wasser und pünktlich um 14.30 knallte der Startschuss zum ersten Rennen des Tages.Nach zweieinhalb Runden gewann Jarrod Simpson nicht nur dies Rennen vor Jamie Mears mit Pica und dem Rest der Flotte, sondern auch den mSE Deutschland Grand Prix.

Das zweite Rennen des Tagessah das kämpfende Feld Bugspriet an Bugspriet au den Startlöchern kommen, kein Team schenkte auch nur einen Meter freiwillig her. So war der 1.Vorwindgang ein enger, umkämpfter Schenkel, allerdings gelangen einigen bei den anspruchsvollen Bedingungen nicht alle Manöver am Leegate und so landeten einige Masttops im Wasser. So gab auch der bereits feststehende Gesamtsieger nach einer unglücklichen Kenterung vorzeitig auf und fuhr heim, ebenso wie einige andere. Am Abend des letzten Tages zeigte das Ranking die gleiche Reihenfolge wie am Abend zuvor; zwei britische Teams in Front beim 3.mSE Grand Prix Deutschland vor dem ersten Deutschen Team Eurolink mit Mike Keser an der Pinne.

1.Jarrod Simpson GBR 47 

2.Jamie Mears GBR 92

3.Mike Keser GER 13

 
 
Noch voll in der Regeneration befindlich, findet sich jetzt Zeit für einen Rückblick. Die deutschen Teams waren mit 5 teilnehmenden Teams die zahlenmäßig stärkste Fraktion von 20 letztendlich startenden 18s. Dies hat sowohl Friedel als deutschem Klassenpräsi als auch mir als Europäischem Sekretär ein entsprechendes Gewicht im parallel tagenden Annual General Meeting (kurz AGM-Meeting) der World Class verliehen, doch dazu später. 

Die deutschen Teams haben kurze Highlights gehabt, ein 5. und ein 10. Platz, mehrere Topplatzierungen an der 1. Tonne wie 1. und 3.  zeigen, dass auch wir vorn dabei sein können. Individuelle Fehler machen jedoch eine konstant gute Leistung immer wieder zunichte, es bedarf eben einer überdurchschnittlichen Leistung mit unterdurchschnittlich vielen Fehlern, um in diesem Feld vorn dabei zu sein. Die Leistungsdichte ist größer geworden und die Aussis haben wiederum aufgerüstet, so fahren nahezu alle die seit drei Jahren zugelassenen ca. 10 mm schmaleren Foils, jedoch ist mittlerweile bei Rigg- und Segelentwicklung ein Endpunkt erreicht, der weitere Quantensprünge unmöglich erscheinen lässt.  Seit drei Jahren sind die Masten von einer Steifigkeit, die nicht mehr erhöhbar scheint, ausser durch mehr Material (und damit deutlich mehr Gewicht). Dies ist die gute Nachricht für One-Design-Fans, auch den Antrag auf Limitierung der Segelanzahl konnten wir abwenden, sodass der Gebrauchtmarkt an Segeln gefüllt bleibt. Die Deutschen hatten wieder einmal viel zu bauen, meinem Team Magic Marine brach zum 2.Mal in einem Monat das Vorstag , welches uns dazu bewogen hat, die Fock nach 5 Jahren wieder einzeln am Mast statt am Vorstag einzuhängen. Das RMW-System ist für uns damit erledigt, die Bruchlasten auf dem Vorstag übersteigen mit Riggspannung (450-700 kg) UND Focklast durch Winddruck, Böen und Schotzug anscheinend immer öfter die garantierten 1000kg Bruchlast beim 3mm Dyform-Draht.
Das neue Rigg und eine Riesenriggspannung hat auch bei Team Remember the Days zu einer gebrochenen Oberwant und einem vorzeitigen Retirement from the Races geführt, auch Eurolink kämpfte so mit einigen Problemen, Gleitzeit mit einem gebrochenen Kicker und daraus lässt sich nur wieder die Regel ableiten:
Thema Maintanance: wenn Du was siehst, was demnächst ausgetauscht werden müsste, tue es sofort, beim nächsten Segeln bricht es eh! (Murphies Law für 18s)
Generell hat sich aber das gesamte Niveau erhöht und wir werden beim nächstjährigen Europäischen Grand Prix Neuerungen erleben: 2 Luvtonnen, wobei die Rookies, Pinheads und alten Schiffe um die 100 Meter leewärts liegende Tonne fahren müssen. d.h. wir werden engere Rennen und Zieleinläufe haben, den technisch benachteiligten Teams werden Chancen auf den Sieg eingeräumt, damit alle spannendere Rennen zusammen haben. Nur müssen diese Teams dann auch kommen.
Aber das Wichtigste soll nicht unerwähnt bleiben:wie gesagt, Wasserstunden sind durch nichts anderes zu ersetzen als mehr Wasserstunden (altes Trainer-Sprichwort)!
Abschliessend bleibt noch nachzutragen, dass "der alte Mann und das Meer" John Winning mit Team Yandoo nach 12 Rennen die Mark Foy Trophy gewonnen hat vor den neuen Europameistern von Pica um Jamie Steward aus UK, Glückwunsch für eine tolle Serie.
Die Platzierungen der Deutschen:
13. Eurolink
16. Magic Marine
17.Remember the Days
19. Gleitzeit
20. 18ft Racing Bodensee


 
 
Ungarn war für alle, die sich auf den Weg gemacht haben, ein Traum, freundliche Leute in einem tollen Clubgelände, chillige Atmosphäre und eine versierte Regattaleitung.  Dockyard und Red Bull als Sponsoren sorgten für ein tolles Ambiente, sei es die Stegbar mit DJ, der Red Bull Partywagen mit Multimediaanlage, welcher das Gelände mit Musik und guten Filmen, sowie Bildern vom Tage versorgte, ungarische Spezialitäten zum Abendessen und -Trinken (am Samstag Abend versorgten uns zwei Coktailpinguine mit Palinka-Coktails, welche recht schnell den Blutkreislauf erreichten, trotz der üppig hinzugefügten Vitamine in Form von Obst). Der Balaton zeigte uns seine Windbeständigkeit und bei zwei leichteren Windtagen hatten wir auch zwei stärkere, davon den letzten zuviel des Guten mit Böen bis zu 35 Knoten und dauerhaft 28 Knoten. Wir entschieden uns im Skippermeeting für die Safety-first-Variante und wollten keinen Bruch drei Wochen vor Beginn der Mark Foy Trophy riskieren. Die beiden deutschen Teams fanden sich punktgleich auf den Plätzen  4 und 5 ein bei neun teilnehmenden Teams. Die Briten um Jamie und Steward Mears von Pica scheinen mit dem neuen (alten) Boot von Rob Greenhalgh derzeit nicht zu schlagen, die Dänen um Flemming und Soren Clausen, sowie Thomas Ebert boten ebenfalls eine starke Vorstellung. Dahinter blieb für den amtierenden Europameister aus Ungarn Liberty Sailing mit Miklos am Ruder nur der dritte Platz. 
Schade, dass nicht mehr Teilnehmer am Start waren bei dieser  seglerisch und event-technisch wirklich gelungenen Veranstaltung, waren doch allein aus Deutschland drei und aus der Schweiz ein weiteres Team mehr gemeldet. Hoffentlich gibt es nächstes Jahr hier mehr Teilnehmer. Die Reise lohnt sich.
 
 
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Am Lago Iseo in Lovere fand vom 10.-12. 9. der internationale Italien Grand Prix statt, gleichzeitig letzte Station der Europäischen 18 Footer Grand Prix Serie. Am letzten Tag hatten noch alle der vorderen vier Skiffs die Möglichkeit den /Grand Prix Sieg zu holen, nur wenige Punkte trennten die vorderen Plätze. Bei sonnigem Himmel und böigem drehendem Wind um 10-12 kts sollte die Entscheidung fallen.  Das deutsche Team Euro Link startete als Erstplatzierter nur einen Punkt vor dem amtierenden ungarischen Europameister Team Liberty (Miklos Gaspar), gefolgt vom englischen Team Pica (James Mears) und dem Daenen GP Covers (Flemming Clausen)  in den Tag und musste sich im ersten Lauf mit einem entmutigendem 5. Platz begnügen, wohingegen  die Ungarn den Lauf gewannen. Trotz diesem Tiefschlag bewies Team Eurolink Moral und schaffte mit einem Start Zielsieg im letzten Rennen dann das Unmögliche:  Team Eurolink (Friedrich Renner, Tom Eggersdorfer, Latzi Christian Meissner) konnte mit dem vierten Sieg den Grand Prix für sich entscheiden. Team Liberty belegte den zweiten Platz vor GP Covers welche Pica noch von Platz 3 verdrängten. Der italienische Lokalmatador Team Firat überraschte im letzten Lauf mit einem glänzenden 2.Platz. Die europäische Gesamtwertung gewann GP Covers vor Team Liberty, gefolgt von Pica und Eurolink.

 
 
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Der letzte Grand Prix der Europäischen Saison ruft und sieben Teams kamen zum Showdown der Saison. Drei Teams konnten noch gewinnen, Original Chia aus Dänemark, Liberty Sailing aus Ungarn und Pica  aus Großbritannien und Sie waren heiss auf den Sieg. Aber der erste Tag sah ein anderes Team im Rampenlicht, Team Eurolink mit Friedel, Tom und Latsi mit drei Siegen in vier Rennen. So fanden sich die designierten Teams auf den Sieg unversehens in der Lauerstellung.  Nach der Ursache ihres Erfolges gefragt erklärten Sie es mit einer Änderung im Setup (Sie setzten die Oberwanten um drei Löcher fester an) , was ihren Speed auf der Kreuz verbesserte und ihre Taktik, welche sich darauf beschränkte, Downwinds so wenig wie möglich zu verlieren und Upwinds einfach bei ihren Gegnern zu bleiben und auf ihren Speed zu vertrauen. Die Taktik ging auf und es war perfekt in dem 5-15 Knoten starken drehenden Wind. Eine Kenterung im 2.Rennen am 2.Tag ließ die Konkurrenz kurzzeitig hoffen, aber die Platzierungen 3,7,2 ließ das Ergebnisbord nach wie vor die Münchner in Führung vor den Ungarn, den Briten und den Dänen mit jeweils einem Punkt Rückstand liegen. Das zweite Team Magic Marine aus Deutschland hatte  große Probleme und konnte die Führungen nach der Startkreuz nie halten. Der neue Genaker und der neue Großbaum waren noch gewöhnungsbedürftig und Sie zeigten mit Gesamtplatz 5 abgeschlagen nicht ihre gewohnte Performance.

 
 
18 skiff, Team Magic Marine
Magic Marine (Norbert Peter)
Das britische Pica Team um Skipper James Mears gewann den deutschen 18ft Skiff-Grand-Prix, mit fünf Punkten vor den Dänen Flemming Clausen und sein Team GP Covers in Travemünde. Dieser war gleichzeitig das zweite Renen der Deutschland Tour.

Dritter Platz in der Gesamtwertung ging an den Ungarischen Europameister Liberty Sailing Team mit Skipper Miklos Gaspar Ujhelyi.

Die vier deutschen Teams belegten die nächsten vier Plätze. Friedrich Renner Eurolink mit dem vierten Platz vor Remember the Days, Magic Marine und Berlinsyndikat.

Wie vorhergesagt, war der Wind am dritten Tag sehr leicht, so dass die Teams nicht vor 05.00 Uhr mit ihrem Rennen starten konnten.

Das Deutsche Team Magic Marine (Norbert Peter)
ein "Überraschungs" Gewinner des ersten Rennens.

Das erste Rennen begann in einer moderaten 10 Knoten Seebrise, die später auf 6 Knoten nachließ und zu einem bemerkenswerten Sieg für das deutsche Team Magic Marine von Skipper Norbert Peter führte.

Magic Marine hatte Probleme im Pre-Start und kenterte nur eine Minute vor dem Start. Das Team kämpfte sich zurück und überquert die Ziellinie als fünftes Boot. Aber erst später erkannten sie, dass alle vier Teams vor ihnen einen OCS hatten.

Das Liberty Sailing Team hatte ein 360-Grad-Kringel nach einer Kollision an der Luv Tonne zu leisten, und sicherte sich danach den zweiten Platz.

Im zweiten Rennen führte Liberty Sailing Team von Anfang an klar und zeigten seine Fähigkeiten bei Leichtwind, während das Glück das deutschen Team - Magic Marine - verließ. Diese beendeten das Rennen weit hinter dem Feld, nachdem sie zum Neustart gezwungen waren.

Die Flotte fährt nun auf den dritten Wettbewerb des Europäischen Grand-Prixs 2010 dem "The Viking 18ft Skiff Grand Prix" im dänischen Sonderborg Yacht Club.

 
 
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Euro am Gardasee 29.05.-05.06.2010
Mit großem Vorsprung gewannen die Jungs um Seve Jarvin die Europameisterschaft am Gardasee 2010, gleichzeitig Lauf zur Welttour. mit letztendlich 20 Punkten Vorsprung aus 12 Rennen mit zwei Streichern verwiesen Sie Rollo mit Slam und Herman Winning mit Appliances online auf die Plätze. Bester Europäer und damit Europameister wurden Miklos mit seinen ungarischen Jungs vom Team Liberty Sailing auf dem 5.Platz vor den Briten um Jarred von TMF, welche ab dem 8.Rennen wegen eines Crashes nur noch Redress bekamen, ein Average von 5 und den Dänen von GP Covers um Flemming Clausen. auf dem 4. Europäischen Platz dann der erste Deutsche, das Team Magic Marine mit Marco Schürmann, Carlo Jurth und Norbert Peter aus Berlin vor Euro Link mit unserem Präsi am Rohr, sowie Ström, der sich Friedel am letzten Tag noch geschlagen geben musste.  Dahinter kamen noch weitere Europäer und es bleibt das Fazit: Wir sind alle besser geworden und deutlich an die Topteams herangerückt. So können wir die Großen schon mal ärgern, aber es bleibt eben eine Sache des Trainings. Nichts ersetzt Wasserstunden besser als noch mehr Wasserstunden. Deshalb hoffen wir im nächsten Training auf noch mehr Beteiligung.